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BIOGRAFIE

© Sally Mann, 2014

 
Bereits Ende der 1980er Jahre erlangte die US-amerikanische Fotografin Sally Mann große Bekanntheit mit Aufnahmen ihrer eigenen Familie, insbesondere ihrer drei Kinder. Es entstanden mehrere Serien voller Intimität. Anrührende, intime Szenen einer naturverbundenen, ungezwungenen Kindheit in den amerikanischen Südstaaten wie die Künstlerin sie selbst erlebt hat. Später wandte sie sich der reinen Landschaftsfotografie zu, die sie ebenfalls in umfangreichen Zyklen zusammenfasste. Durchgängig ist eine tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat, den amerikanischen Südstaaten, einer spärlich besiedelten Landschaft mit üppiger Vegetation, erfahrbar. Unter diesem Eindruck verbildlichen ihre Arbeiten ein Lebensgefühl, das untrennbar mit der Geschichte dieser Landschaften verbunden sein muss. Oft vermitteln die Bilder eine lyrische, nostalgische Stimmung, die Zeit scheint in ihnen stehen geblieben zu sein. Dieser Eindruck wird durch die altertümlich handwerklichen Techniken betont, die Sally Mann bevorzugt und die eine Reminiszenz an die Pioniere der Landschaftsfotografie darstellen. Sally Mann benutzt eine hundert Jahre alte Großformat-Kamera und bearbeitet ihre mit Tee getönten Abzüge aufwendig in der Dunkelkammer nach. Unschärfen, Überbelichtungen oder Verfärbungen und Kratzer unterstreichen den subtilen, traumhaften Charakter ihrer Fotografien.

Sally Mann wurde 1951 in Lexington, Virginia, geboren, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. erhielt sie 1987 den Guggenheim Memorial Foundation Fellowship. Heute sind ihre Arbeiten in bedeutenden Museen wie dem Metropolitan Museum of Modern Art in New York, dem Whitney Museum of American Art, dem San Francisco Museum of Modern Art und dem Smithsonian Institute in Washington D.C. zu sehen.
 

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