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Raúl Illarramendi

BIOGRAFIE

Raúl Illarramendi, Moly Sabata, 2011 © Thierry Chassepoux

 
Die Arbeiten des südamerikanischen Künstlers Raúl Illarramendi gehen von der Beobachtung „menschlicher Spuren“ im täglichen städtischen Milieu aus, deren einzigartige Kompositionen der Künstler an Fassaden, auf Gehwegen oder Türen findet und fotografiert. Er erschafft sich auf diese Weise ein Repertoire an Bildern, welches die Grundlage seiner Kunst darstellt. In seinen Werken verbindet Illarramendi Zeichnung und Malerei, indem er mit Buntstift auf Leinwand arbeitet, welche zuvor mit Gouachefarben vorbereitet wurde. Der Künstler begreift diese Werke als Nicht-Zeichnungen, deren Darstellung eine doppelte Bedeutung hat. Spuren und Markierungen, die sehr genau gemalt sind, sind nur imaginär und resultieren daraus, dass der Hintergrund ausgemalt, die Fläche, in der Spuren zu sehen sind, jedoch frei gelassen worden ist. Durch diese scheinbar gegensätzlichen Ästhetiken sind alle Serien das Produkt einer kontinuierlichen Betrachtung. Die Darstellung einer falschen Farbe, einer falschen Leichtigkeit, eines falschen Rhythmus und eines falschen Ereignisses.
 
Raúl Illarramendi wurde 1982 in Caracas, Venezuela, geboren und begann seine künstlerische Ausbildung 1998 als Assistent des Malers Felix Perdomo. In der Folge wurde er Mitglied des Circulo de Dibujo des Contemporary Art Museum of Caracas Sofia Imber. An der University of Southern Indiana in Evansville, USA, studierte Illarramendi Bildende Künste und Kunstgeschichte. Er wurde mehrfach für seine Arbeit in den USA und Frankreich ausgezeichnet, zuletzt 2012 mit dem Jean Chevalier-Preis für Malerei in Lyon. Raúl Illarramendi lebt und arbeitet in Méru, Frankreich.

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