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BIOGRAFIE

Piero Manzoni, Linea m. 20,01, 1959

 
Der italienische Künstler Piero Manzoni gehört zu den herausragenden Vertretern der Konzeptkunst des 20. Jahrhunderts. Geboren 1933 in Soncino, nahm Piero Manzoni 1951 ein Jurastudium an der Accademia di Brera in Mailand auf, welches er aber 1954 zugunsten eines Kunst- und Philosophiestudiums in Rom, später in Mailand, vorzeitig abbricht. Bereits ab 1953 belegte Manzoni zudem private Malkurse. Zunächst entstanden traditionelle Landschafts- und Porträtbilder, bevor er ab 1954 - angeregt durch Künstler wie Alberto Burri, Lucio Fontana und Jean Fautrier - mit neuen Materialien wie Öl, Gips und Emaille experimentiert.

1957 schloss sich Manzoni zusammen mit Fontana der Gruppo Nucleare an, die jede Art von Akademismus zu bekämpfen versuchte. Beeindruckt von Yves Kleins monochromen Arbeiten, strebte Manzoni eine völlige Loslösung von Farbe und Form an und suchte nach der puren Arbeit, frei von jeglichen Assoziationen als Ausdruck der völligen Leere. Diese Ideen resultierten in den sogenannten Achrome - farblose, gipsgrundierte und strukturierte Werke aus Wolle, Baumwolle, Watte oder Fell, mit denen Manzoni nachhaltig provozierte und mit den Vorstellungen tradierter Sehgewohnheiten brach.

Manzonis Arbeiten wurden u.a. 1968 auf der documenta 5 in Kassel sowie 1972 auf der Biennale in Venedig gezeigt und in zahlreichen Einzelausstellungen geehrt, u.a. 1991 im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris, 2007 im Museo d'Arte Contemporanea Donnaregina, Neapel, sowie 2013 im Städel Museum, Frankfurt/Main. Seine Werke sind in bedeutenden öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art, New York, im Stedelijk Museum, Amsterdam, der Tate Modern, London, und der Galleria Civica d'Arte Moderna e Contemporanea, Turin. Piero Manzoni verstarb 1963 in Mailand.

 
 
 
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