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BIOGRAFIE

Paco Knöller, Berlin, 2009 © Dieter Johannsen

 
 
In kraftvoll leuchtender Farbigkeit, durchzogen von frei gesetzten Linien, präsentieren sich die Farbholzschnitte und Ölkreidearbeiten auf Holz des deutschen Künstlers Paco Knöller. Seit den 1980er Jahren nimmt er in der zeitgenössischen Auseinandersetzung mit dem traditionsreichen Medium Holzschnitt eine der wichtigsten Positionen ein. Ausgehend von zeichnerischen Notaten, von der zeichnerischen Erfassung der gesehenen Wirklichkeit, der häufig Ahnungen von Figürlichem, Pflanzlichem und einem technoiden Vokabular innewohnen, ist Knöller während des Druckprozesses angesichts der Ungewissheit des Stofflichen und des Wagnisses der Farbgebung unvorhersehbaren Situationen ausgesetzt, die eine spontane Reaktion herausfordern. Die Arbeiten sind „von der Ambivalenz zwischen Spontaneität und präziser Planung geprägt, ein Spiel mit dem streng organisierten Zufall." (Ulrich Krempel).
 

Paco Knöller wurde 1950 im schwäbischen Obermarchtal geboren. Er begann sein Studium 1972 bei Joseph Beuys und studierte bis 1978 an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 2001-2013 lehrte er an der Hochschule für Künste in Bremen. 1978 richtete ihm die Städtische Galerie Ravensburg die erste Einzelausstellung aus. Seitdem ist er regelmäßig in führenden deutschen Museen gezeigt worden, u.a. in der Nationalgalerie Berlin (1988), in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (1990), im Sprengel Museum Hannover (1997), in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe (1997) und im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart Berlin (2002). Im Jahr 2001 wurde er mit dem Oberschwäbischen Kunstpreis geehrt. Paco Knöller lebt und arbeitet in Berlin.

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