Sie sind hier

BIOGRAFIE

Luise Unger, 2014 © Alistair Overbruck

 
Die deutsche Künstlerin Luise Unger vertieft sich bei der Entstehung ihrer skulpturalen Werke in einen kreativen Prozess, der sowohl architektonische als auch anthropomorphe Formen, aber auch nicht greifbare Silhouetten entstehen lässt, die einer Illusion von schwarzen Schatten entsprechen. Ob schwebend oder auf einem Sockel stehend, die von ihr kreierten skulpturalen Objekte erlauben dem Betrachter, ihren hohlen Innenraum zu entdecken. Mehrere aus metallischem Draht geformte, transparente Schichten skizzieren den Übergang des Inneren zum Äußeren, während die  Körper den Eindruck vermitteln, die Arbeit sei von einer schützenden Haut bedeckt, die weitere Formen in sich birgt. Die durch das metallische Gewebe entstandene Transparenz der Skulpturen bricht die Nähte der äußeren Haut auf und macht die Innenräume sichtbar. Aber das, was man entdeckt, ist weiterhin Oberfläche – das Unsichtbare wird ersichtlich, das Erfasste illusorisch. Auf diese Weise spielt Luise Unger mit den Übergängen zwischen verschiedenen Zuständen und verwebt scheinbar schwerelose Formen ineinander.
 
Luise Unger wurde 1956 im schwäbischen Bad Saulgau geboren und studierte von 1981 bis 1989 Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Arbeiten werden regelmäßig in  Galerien und Museen ausgestellt; u.a. beteiligte sich die Künstlerin von 1999 bis 2004 an der jährlichen Präsentation Große Kunstausstellung NRW im Museum Kunstpalast in Düsseldorf. Luise Unger lebt und arbeitet heute in Köln.
 

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer