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Lucio Fontana

BIOGRAFIE

Lucio Fontana, Mascera © Fondazione Lucio Fontana (fotografo sconosciuto)

 
Lucio Fontana sucht in seinen keramischen Arbeiten die Befreiung räumlicher Begrenzungen: In scheinbar spontanen Gesten moduliert er das Material und schafft mit bewegten Umrissen und fragmentierten Oberflächen seinen barock-expressionistischen Gestus in einem Wechsel konkaver und konvexer Formen. In einzigartiger Weise gelingt es dem Künstler die Materie neu zu beleben, ihr aber gleichzeitig ihre eigene organische Vitalität zu lassen. Für Fontana ist die skulpturale Form ein Zustand aus Licht und Raum, eine mit Energie aufgeladene Masse. Seine Arbeiten bedienen sich der traditionellen keramischen Techniken und Themen, zeigen Landschaften, religiöse Szenen, Darstellungen aus der Tier- und Pflanzenwelt oder Figuren der Commedia dell’Arte, die er in avantgardistischer Manier interpretiert. Seine Raumkonzepte kulminieren schließlich in seinen berühmten Gemälden, den sogenannten Concetti Spaziali, Buchi (seit 1949) und Tagli (seit 1958).
 
Fontana wurde 1899 in Rosario de Santa Fe, Argentinien, geboren. 1927 begann er sein Studium der Bildhauerei in Italien und stellte seine Arbeiten erstmalig 1930 in der Galleria Il Milione in Mailand aus. In den darauf folgenden Jahren reiste er zwischen Italien und Frankreich und arbeitete mit expressionistischen und abstrakten Malern. 1940 unterrichtete er in Buenos Aires Bildhauerei. 1946 publizierte er sein Manifesto Blanco, in dem er seine Theorie des Spezialismo erläutert. 1947 kehrte Fontana nach Mailand zurück und begründet im Weiteren die Bewegung Movimento Spaziale. Sein Werk wird bis heute in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gewürdigt, so zum Beispiel im Centre Georges Pompidou (1987), Paris, im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien (1996 - 1997), in der Hayward Gallery, London (1999 - 2000), im Solomon Guggenheim Museum, New York (2006) oder der Galleria Nazionale d'Arte Moderna, Rom (2008). Lucio Fontana verstarb 1968 in der lombardischen Gemeinde Comabbio, Italien.

 
 
 
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