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Jannis Kounellis

BIOGRAFIE

Jannis Kounellis, Galerie Karsten Greve, Cologne, 2004 © M. Baboussis

 
Jannis Kounellis überschreitet in seinem Œuvre die gängigen Vorstellungen von Kunst. Die festgelegten Kategorien von Bild, Skulptur, Objekt und Environment lässt er in zahlreichen Werken hinter sich und erklärt den Raum zur realen Bildfläche. Seine Arbeiten sind oftmals Inszenierungen, die mit Rücksicht auf die lokalen Begebenheiten installiert werden und die unterschiedlichsten Sinne ansprechen. Der direkte Bezug der Arbeiten zum Raum ist ein zentrales Spannungsmoment in Kounellis' künstlerischem Schaffen. Indem die Betrachter in den Raum eintreten und ihn durchwandern, offenbart sich ihnen allmählich die Komplexität der Bezüge von Kunstwerk und Architektur.
 
Kounellis arbeitet meist mit kunstfremden Materialien. Er verwendet Rohstoffe wie Eisen, Holz und Kohle und kombiniert diese mit Materialien und Gebrauchsobjekten, die vorwiegend industriell gefertigt sind. Insgesamt sind es Materialien, die neben sinnlich wahrnehmbaren Eigenschaften wie Wärme, Kälte, Härte, Weichheit usw. auch Vorstellungen und Bilder aus unserem Erfahrungshorizont hervorrufen. Durch die Verschmelzung von Natur und Technik, von Beständigem und Vergänglichen, Leichtem und Schweren erzeugt Kounellis Werke voller Anspielungen, die sich der Möglichkeit einer eindeutigen Zuordnung entziehen.
 
Jannis Kounellis wurde 1936 in Piräus bei Athen, Griechenland, geboren. 1956 siedelte er nach Rom über, wo er bis zu seinem Tod 2017 lebte und arbeitete.

 
 
 
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