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BIOGRAFIE

Ilse Bing, Self Portrait, 1934

 
So leidenschaftlich wie Ilse Bing hat wohl kaum je ein anderer Fotograf mit der Leica-Kamera gearbeitet. Seit 1929 gehörte sie zu ihrem ständigen Begleiter und sollte dieses über zwei Jahrzehnte hindurch bleiben: „Ich hatte das Gefühl, die Kamera sei zu einer Erweiterung meines Auges geworden“. Durch extreme Nahaufnahmen, gewagte Perspektiven, unkonventionelle Zuschnitte, Geometrien und Detailansichten isolierte die Künstlerin die Motive nicht nur aus ihrem ursprünglichen Kontext, sondern entfremdete sie geradezu. Zudem entwickelte Ilse Bing, unabhängig von Man Ray, eine Art der Solarisation des künstlerischen Bildes.
 
Ilse Bing wurde 1899 in Frankfurt am Main geboren. 1930 siedelte sie nach Paris über, wo sie bis 1941 blieb, jedoch im Schatten des Zweiten Weltkriegs mit ihrem Mann nach New York emigrierte. Mit ihren außergewöhnlichen Techniken und der Qualität ihrer Arbeiten zog sie ab Anfang der 1930er Jahre  weltweite Aufmerksamkeit auf sich. Vor allem in Europa, den USA, aber auch in Japan genoss sie hohes Ansehen als Fotojournalistin und Modefotografin. 1936 gehörten ihre Arbeiten zu den Exponaten der weltweit ersten Ausstellung zu moderner Fotografie im Pariser Louvre. 1937 reiste Ilse Bing nach New York, wo ihre Bilder in der wegweisenden Ausstellung Photography 1839 - 1937 im Museum of Modern Art aufgenommen wurden. In den 1970er Jahren wurde ihr Werk wiederentdeckt und seither vielfach ausgestellt. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen renommierten Sammlungen vertreten, so beispielsweise im Metropolitan Museum of Art und im Museum of Modern Art, New York, sowie im San Francisco Museum of Fine Art und dem Art Institute of Chicago.

 
 
 
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