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BIOGRAFIE

Henri Michaux, Untitled
Henri Michaux, Ohne Titel, 1979

 
Henri Michaux, geboren 1899 in Namur, Belgien, ist als einer der großen Einzelgänger in der europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts vor allem für seine Malerei und Dichtkunst bekannt. Nicht nur seine Kontakte zu Angehörigen der Pariser Avantgarde (wie u.a. Giorgio de Chirico, Max Ernst und Salvador Dalí) und Experimente mit sinnestäuschenden Rauschmitteln, sondern auch zahlreiche Reisen nach Asien und Südamerika waren Inspiration für seine künstlerische Arbeit.
 
Michauxs literarische und künstlerische Tätigkeit wurde durch seine Beteiligung an der surrealistischen Bewegung stark beeinflusst, welche ihn sowohl zum Streben nach einer tieferen Wahrnehmung der Welt inspiriert hat. Seine in Gemälden und Zeichnungen ausgedrückten Betrachtungen oszillieren an der Grenze zur Abstraktion. Sie enthalten sowohl symbolische als auch kalligraphische Elemente, die auf rätselhafte Formen und versteckte Bedeutungen anspielen.
 
Die malerischen Werke Michauxs wurden zunächst in Paris ausgestellt, wo sein besonderer Stil als sensationell bewertet wurde. In der Folge haben seine Werke internationale Beachtung erlangt und wurden noch zu Lebzeiten u.a. auf  der Biennale in Venedig, der documenta in Kassel, im Guggenheim Museum, New York, und im Musée National d'Art Moderne in Paris ausgestellt. Michaux wurde der Nobelpreis für Literatur verliehen, den er jedoch verweigerte. 1955 erhielt er die Staatsbürgerschaft Frankreichs, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1984 lebte und arbeitete.

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