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Gotthard Graubner

BIOGRAFIE

Gotthard Graubner, 2009 © Nachlass Gotthard Graubner

 
Anknüpfend an die "Farbräume" der 1950er Jahre sowie die "Farbkissen" und "Farbleiber" der frühen 1960er Jahre, entwickelte der deutsche Maler Gotthard Graubner (1930 - 2013) seit Anfang der 1970er Jahre die sogenannten "Farbraumkörper". Diese von ihm selbst gewählte Bezeichnung reflektiert seine Intention, die zweidimensionalen Grenzen malerischer Konventionen mit seiner Kunst überwinden zu wollen. Leinwand oder Perlon, wie Häute über Schaumstoff oder Synthetikwatte gespannt, bilden organische, körperhafte Formen.
 
Dabei ist die Farbe das zentrale Thema der Malerei Gotthard Graubners. In seinen Bildern konzentriert er sich zumeist ausschließlich auf einen 'Farbbereich'. Die Farbe wird dabei in vielfältigen Nuancierungen aufgebrochen und in zahlreichen Schichten über-, unter- und nebeneinander aufgetragen. Auf diese Weise sickert sie in den Bildträger, durchtränkt ihn und verbindet sich schließlich mit ihm. Parallel zu den Gemälden entstanden ab 1956 auch Arbeiten auf Papier als autonome Werkgruppe, die sich thematisch ebenfalls auf die Farbe konzentrieren.
 
Gotthard Graubner wurde 1930 in Erlbach im Vogtland geboren. Infolge zahlreicher Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland erlangte er internationale Anerkennung. Er war sowohl auf der documenta 4 als auch auf der documenta 6 vertreten und repräsentierte Deutschland 1982 auf der Biennale in Venedig. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen. Gotthard Graubner verstarb am 24. Mai 2013 auf der Insel Hombroich, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete.

 
 
 
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