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BIOGRAFIE

Gideon Rubin
Gideon Rubin © Shira Klasmer

 
Inspiriert von Fotografien aus alten Fotoalben, Abbildungen prominenter Persönlichkeiten aber auch Altmeistergemälden, erschafft Gideon Rubin seine gesichtslosen Porträts. Der Künstler sucht in ihnen eine Erzählung, die sich interpretativ umsetzen lässt, versucht er doch mit seinen Darstellungen beim Betrachter eine Erinnerung hervorzurufen anstatt detaillierte Assoziationen zu wecken. Er will den Fokus des Betrachters auf den Malprozess selbst legen, auf das Medium an sich und auf einige wenige Details wie die Körperhaltung der Dargestellten. Rubin verwendet sandige Töne, grau-blau Farben und Eierschalenweiß, welche er mit malerischem Duktus aufträgt, manchmal auch ein dezent eingesetztes, leuchtendes Rot, um ein Detail besonders zu betonen. Als Träger nutzt er sowohl Leinwand als auch Naturleinen und lässt Partien unbearbeitet, so dass der Malgrund Teil der Komposition wird. Zudem malt Rubin auf grob zugeschnittenem Karton und integriert mitunter Motive oder Buchstaben, die auf der Oberfläche gedruckt sind. Die subtile Farbigkeit und die Tatsache, dass der Künstler seine Werke oft nachträglich mit zusätzlichen Schichten überarbeitet, verweist auf seinen Wunsch, Vergessenes wieder zum Leben zu erwecken.
 
Gideon Rubin wurde 1973 in Tel Aviv geboren. Er studierte an der School of Visual Arts in New York, sowie an der Slade School of Fine Art in London, wo er 2002 seinen Abschluss machte. Seine Arbeiten werden regelmäßig in internationalen Ausstellungen gezeigt und sind in zahlreichen Privatsammlungen weltweit zu finden. Gideon Rubin lebt und arbeitet in London.

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