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Fausto Melotti

BIOGRAFIE

 
Fausto Melotti gilt als Pionier der geometrischen Abstraktion in Italien. Sein künstlerischer Ruf gründet auf jenen geometrisch-abstrakten und zugleich figürlich-poetischen Gebilden, welche imposant die zwei formenden Disziplinen seines Schaffens aufzeigen: die Musik und die Ingenieurskunst. Daneben hinterließ er ein umfangreiches zeichnerisches Werk sowie keramische Arbeiten und seine Teatrini, welche sich durch ihre unverwechselbare Handschrift mit jenen phantasievollen Drahtskulpturen zu einem überraschend in sich geschlossenem Gesamtwerk verbinden. Kennzeichnend steht die unentwegte Suche nach neuen Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten.
 
Ähnlich wie sein Zeitgenosse und langjähriger Freund Lucio Fontana sucht auch Melotti früh die substanzielle Darstellung der Dinge frei von allen Nebensächlichkeiten und zeigt in seinen Arbeiten das Streben nach einer Einfachheit im Ausdruck und in der Behandlung und der Auswahl des Materials auf. Unbeeinflusst von äußeren Strömungen schafft Melotti sein unverwechselbares Werk, dessen Spannung sich über stete Gegenpole erzeugt: Figuration und Abstraktion, Phantasie und Ratio, Poesie und Realität, Leichtigkeit und Melancholie werden vereint zu einem weit ausgreifenden Werk der italienischen Moderne.
 
Fausto Melotti wurde 1901 in Rovereto bei Trient geboren. Seine Arbeiten fanden erst spät, Ende der 1960er Jahre weitläufige Beachtung und werden seitdem in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, in Italien und zunehmend auch international geehrt. Fausto Melotti verstarb 1986 in Mailand.

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