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Pierre Soulages

GALERIE KARSTEN GREVE KÖLN

PEINTURE
13. April - 23. Juni 2018
Vernissage: Freitag, 13. April, 2018, 18 - 20 Uhr
Eröffnungsrede: Alfred Paqument, directeur honoraire. Musée national d’art moderne, Centre Pompidou, Paris.
 
ARBEITEN
 

Seit 20 Jahren wird Pierre Soulages in seinem Heimatland exklusiv von Karsten Greve vertreten. Jetzt widmet er dem 98-jährigen Künstler erstmalig eine Einzelausstellung in seiner Galerie in Köln.
 
Pierre Soulages, der in Sète und Paris lebt, ist der bedeutendste Künstler Frankreichs. Er ist als Meister der Abstraktion und als Maler des Schwarz und des Lichts bekannt. Ein Ausnahmekünstler, dessen Oeuvre bemerkenswerte sieben Jahrzehnte umfasst. Die aktuelle Ausstellung präsentiert Hauptwerke von 1997–2016, die Karsten Greve alle direkt beim Künstler erworben hat.
 
In Frankreich stellte Soulages erstmalig 1946 aus. Bereits zwei Jahre später wurde das Werk des jungen Künstlers auch in Deutschland entdeckt. Die Teilnahme an der wegweisenden Gruppenausstellung Französische abstrakte Malerei, die der Mäzen Otto Domnick 1948 mit Stationen in sieben deutschen Städten konzipierte, ist die erste Ausstellung Soulages' im Ausland. Sie definierte die moderne Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg neu und fand große Resonanz. Im gleichen Jahr wird James Johnson Sweeney, damaliger Kurator am Museum of Modern Art (MoMA) und späterer Direktor des Guggenheim Museum in New York auf den Künstler aufmerksam. Die internationale Beachtung seiner abstrakt-gestischen Leinwände aus dieser Schaffensperiode spiegelt sich auch in der dreimaligen Teilnahme an der documenta I (1955), II (1959) und III (1964) wider – für jeden Künstler eine überaus wichtige und seltene Auszeichnung.
 

Ein Höhepunkt seiner umfangreichen internationalen Ausstellungstätigkeit ist die Retrospektive, die das Centre Georges Pompidou in Paris 2009 zu Ehren des 90. Geburtstages des Künstlers zeigte. Heute sind seine Werke in den Sammlungen von mehr als 300 internationalen Museen vertreten, darunter das MoMA in New York, die Tate in London und die National Gallery in Washington DC. In seiner Heimatstadt Rodez eröffnete 2014 das Musée Soulages.
 
Von Beginn an setzen sich die Titel seiner Kunstwerke aus dem Wort peinture sowie den Maßangaben und der exakten Datierung des jeweiligen Werkes zusammen. Seit 1979 beschäftigt sich der Künstler ausschließlich mit den Outrenoirs. So bezeichnet Soulages seine meist monochromen Gemälde, die „über das Schwarz hinausgehen“. Mit speziellen, von ihm gefertigten Werkzeugen, Bürsten, Rollen und Spachteln bringt er verschiedene Farbschichten auf. Aus der so entstehenden Farbmasse arbeitet Pierre Soulages glatte Flächen und tiefe Furchen, ebenso wie matte und glänzende Partien heraus. Die reliefartige Oberfläche beginnt durch die Lichtbrechung zu leuchten und zu flirren. Bei eingehender Betrachtung ist es möglich, das gesamte Farbspektrum wahrzunehmen – in einem monochromen schwarzen Gemälde.
 
Wir freuen uns, mit der kommenden Ausstellung ausgewählte Werke der Outrenoirs zu präsentieren, die auf die persönliche Auswahl des Künstlers und seines Galeristen zurückgehen, die eine langjährige Freundschaft verbindet. Die Rede zur Ausstellung am Abend der Vernissage hält Alfred Pacquement, directeur honoraire. Musée national d’art moderne, Centre Pompidou, Paris.

 
 
 
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